Zeitschrift für Nachwuchswissenschaftler
German Journal for Young Researchers

Case Study

Eingereicht: 27.01.2010
Überarbeitet: 03.03.2010
Online publiziert: 21.03.2010
Reviewer: Kristina Zehmer, N.N.


 

Financial Development in Mexico between 1975 and 2009

H Habermann1

1 University of Glasgow, Department of Economics

Abstract
Mexico's financial sector transformed significantly over the last three decades. The shift from cross-border towards domestic financing and, domestically, from bank to bond financing can be seen as the main contributor to this development. The main challenge of attracting international and domestic investors to hold peso denominated debt is to overcome the so called "original sin". It means that emerging countries are unable to borrow in their own currency because of different macroeconomic problems and policy dilemmas. However, Mexico substantially developed its domestic bond market and is now after Brazil the second largest domestic debt market in Latin America in absolute terms. Moreover, since the pension system has been implemented in 1997 it has experienced rapid growth. The financial market liberalization stimulated the derivatives markets in Mexico, especially the issuance of mortgage-backed securities (MBS), called Borhis, increased enormously. However, these derivatives were one reason for the worldwide financial crisis. Moreover, due to structural problems in the Mexican economy it seems that the trade of derivatives undertaken by Mexican corporations deepened the effects of the actual recession. Thus, this hypothesis has to be proven empirically when reliable data are available.

Keywords: financial market liberalization, debt market, Mexico, financial crisis, original sin


Entwicklung des Finanzsektors in Mexiko zwischen 1975 und 2009

Zusammenfassung
Mexikos Finanzsektor hat sich im Laufe der letzten drei Jahrzehnte bedeutsam verändert. Die Verschiebung von grenzüberschreitender zu heimischer Finanzierung und, innerhalb Mexikos, von Banken- zu Anleihenfinanzierung, kann als der Hauptgrund für diese Entwicklung angesehen werden. Die größte Herausforderung für Mexiko bestand darin, die so genannte "Original Sin" zu überwinden, denn nur so können internationale und nationale Kapitalanleger überzeugt werden in Peso bewertetes Fremdkapital aufzunehmen. "Original Sin" bedeutet, dass es Schwellenländern wegen verschiedenen makroökonomischen und strukturellen Problemen nicht möglich ist Kredite in ihrer eigenen Währung aufzunehmen. Mexiko hat jedoch seinen Anleihenmarkt wesentlich verbessert und ist jetzt nach Brasilien der zweitgrößte Anleihenmarkt in Lateinamerika. Außerdem ist das Rentensystem seit seiner Einführung im Jahr 1997 stark gewachsen. Die Finanzmarktliberalisierung stimulierte den Derivatemarkt in Mexiko besonders durch die Ausgabe von hypothekarisch besicherten Anleihen (MBS) genannt Borhis. Jedoch scheint es, dass diese Derivate auch ein Grund für die aktuelle Weltfinanzkrise waren und strukturelle Probleme in der mexikanischen Wirtschaft vergrößerten diese Rezession. Dennoch muss diese Hypothese empirisch belegt werden, wenn verlässliche Daten zur Verfügung stehen.

Schlüsselwörter: Finanzmarktliberalisierung, Anleihenmarkt, Mexiko, Finanzkrise

Zu zitieren als:
Habermann H: Entwicklung des Finanzsektors in Mexiko zwischen 1975 und 2009. Zeitschrift für Nachwuchswissenschaftler 2010/2(1)

Please cite as:
Habermann H: Financial Development in Mexico between 1975 and 2009. German Journal for Young Researchers 2010/2(1)

URL: http://www.nachwuchswissenschaftler.org/2010/1/60/

URN: urn:nbn:de:0253-2010-1-60

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